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Carla Bozulich's EVANGELISTA

Eine der ganz großen Stimmen in Sachen existenzialistische Rockmusik; mit Elementen aus Americana, Punk, Blues und No Wave; Nähe zu Nick Cave und Patti Smith

THE CHAP

Patchwork-Pop, meta-slick und fake-verbindlich, mit filigraner Elektronik im Stile der frühen Hot Chip

Sonntag, 8.November
Zentralcafé K4
21 Uhr
8 Euro zzgl. VVK-Gebühr / Abendkasse 10 Euro

Evangelista

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Carla Bozulich

Düster und abgründig sind die Songs, die CARLA BOZULICH für ihre Band EVANGELISTA schreibt und mit einer der außergewöhnlichsten Stimmen im Independent Rock vorträgt. Eine Art existenzialistische, radikale Rockmusik, die die Untiefen der Seele und des Lebens auslotet. Angereichert mit Elementen aus Punk, Americana, Industrial, No Wave und Blues beschreiten die Songs von Evangelista Grenzland. Gesampelte Soundsplitter treffen auf expressives Gitarrenspiel, Streicherarrangements werden von geräuschigen Schlagzeugparts untermalt. Bozulichs Gothic-Balladen sind wehmütig und verzweifeflt, die Rocksongs kommen aggressiv und leidenschaftlich direkt aus den dunkelsten Winkeln des Herzen. Man könnte sie als weibliche Gegenspielerin von Nick Cave sehen, Einflüsse von Patti Smith und Lydia Lunch lassen sich nicht verbergen und PJ Harvey könnte sicher als Referenzpunkt gelten, wenn Carla Bozulich nicht schon viel länger als diese Musik machen würde. Neben ihr als Sängerin und Songwriterin gehören die Bassistin Tara Barnes und der Keyboarder Dominic Cramp fest zum EVANGELISTA-Line Up, immer wieder von Mitgliedern anderer Bands unterstützt und ergänzt.

CARLA BOZULICH's musikalische Reise begann bereits in den 80er Jahren und EVANGELISTA ist der vorläufige Endpunkt einer außergewöhnlichen Musikerinnenbiographie. Geboren in New York, aufgewachsen in Kalifornien, nahm sie bereits mit 18 Jahren mit ihrer damaligen Band Invisible Chains ihre erste Platte für das Label der Minutemen, New Alliance, auf. Anfang der 90er gründete sie Ethyl Meatplow, ein radikales No-Wave/Post-Industrial-Projekt in der Nachfolge von Lydia Lunch oder Swans. Ab 1994 widmete sie sich ihrer neuen Band, The Geraldine Fibbers, die mit ihrem rootsigen, punkigen Gitarrenrock zu einer Kultband in den USA wurden. Aus dieser Zeit resultierte auch ihre Zusammenarbeit mit dem Gitarristen Nels Cline (später u. a. bei Wilco) mit dem sie etliche Solo- und Kollaborations-Projekte umsetzte. Für großes Aufsehen sorgte ihre eigenwillige Adaption des Willie Nelson-Albums "Red Headed Stranger", an der Willie Nelson selbst als Gast auf einigen Songs mitwirkte. Noch aus Geraldine Fibbers-Zeiten hatte CARLA BOZULICH Kontakt zum kanadischen Label CONSTELLATION und den dort vertretenen Bands. Die Verbindung führte zur Aufnahme des Albums "Evangelista", das unter Mitwirkung etlicher MusikerInnen von A Silver Mt. Zion und Godspeed You Black Emperor! entstand und von der Kritik im Jahr 2006 gefeiert wurde (u. a. Platz 4 in den The Wire-Jahrescharts und in der persönlichen Jahres-Top 5 von Martin Büsser). Der Albumtitel fungiert inzwischen als Bandname. Nach dem 2008er Album "Hello Voyager" erscheint im Oktober 2009 die neue LP "Prince Of Truth" abermals bei CONSTELLATION Records.

The Chap

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Mit ihrem dritten Longplayer "Mega Breakfast" ist dem Londoner Modern-Pop-Quartett THE CHAP, betitelt nach dem gleichnamigen Magazin for modern Gentlemen, ein Album zwischen eingängigen Popsongs mit filigraner Elektronik und witzig-intelligenten Lyrics gelungen, worauf sie sich aus diversen Genres und Epochen der Musikgeschichte bedienen und ihren ganz eigenen Patchwork-Style kreieren. Vielleicht vergleichbar mit dem Debut von Hot Chip, das nicht die grossen, offensichtlichen Hits liefert, aber subtil verführt. Seit Jahren machen die meist vier multinationalen Musiker - eine Dame mit drei Herren, unter denen sich auch Johannes von Weizsäcker, Großneffe des deutschen Ex-Bundespräsidenten an Gesang und Gitarre befindet, dazu kommt Keyboard, Schlagzeug, Bass, Cello, Violine - Musik, wurden von Artists wie Joakim, Hot Chip oder Pier Bucci geremixt und schätzen "good cinema, art and literature". Daneben gehen sie im Alltag Jobs wie "Unterricht in Moderner Komposition, Marktforschungsinterviews, Tourmanagement, Musiktherapie, Musikjournalismus, Java-Script-Programmierung, Jinglekomposition, Klavierunterricht und Cocktails mixen" nach. In USA erschien Mega Breakfast auf dem ghostly international Label, wo u.a. auch Matthew Dear oder Lusine beheimatet sind.

Programmübersicht

Februar

10. Shokei + Cpt. Trunk
11. We Are 138
14. Cats And Cats And Cats + We Fade To Grey
15. Japanther + Cane
24. Orchid
28. Pterodactyl + Hall

März

3. Kore Unchi-Party
7. Jonathan Richman
9. Pumping Velvet
13. Zun Zun Egui + Brushes Held Like Hammers
15. "Deutschpop, halt's Maul!" - Vortrag von Frank Apunkt Schneider
16. Beat Thang mit Rustie
20. "Subkulturelle Farbenlehre: Die Grauzone - Rechte Lebenswelten in Punk, OI und Deutschrock" - Vortrag
22. Des Ark + Sissters + Max Böhner
29. "Homophobie in der Reggae und Dancehall Musik" - Vortrag
30. The Wind-Up Robots Killed My Cat + June Paik

April

7. Aucan + Agikakaluna! Danach Sissy Bass-Party
8. Hanson Brothers + Invasives (in der Desi)
12. TV Buddhas + Mondo Ray
13. sub:city
24. Barn Owl
28. Bucovina Club

Mai

9. Matana Roberts

September

22. Bucovina Club

November

24. Radio Z wird 25 Jahre - das große Winterfest!

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