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News:
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Trouble in Paradise - Vortragsreihe zu reaktionären Tendenzen in der Popkultur
"Deutschpop, halt’s Maul! Für eine Ästhetik der Verkrampfung"
Donnerstag, 15. März 2012
Popkultur war vielleicht das wichtigste Umerziehungsprogramm, das die Alliierten auflegten. Sie überschrieb deutsche Kultur und entfremdete die Kids von Scholle und Volksgemeinschaft. Popmusik auf Deutsch war daher lange Zeit undenkbar. Erst mit Punk entstanden deutsche Texte, die sich zur Kolonialisiertheit durch Pop bekannten. Und als aus der guten alten BRD wieder hässliches neues Deutschland geworden war, verstärkten Bands wie Kolossale Jugend oder die frühen Blumfeld die Dissonanzen. Aber in ihrem Windschatten entstand eine neue Generation, die endlich ganz unverkrampft deutsch singen wollte. Tomte, Kettcar oder Klee - ihr kleinbürgerlicher Gemüts-Indiepop passt gut zum Entkrampfungsbefehl der Berliner Republik. An das, was dafür aufgegeben wurde, will der Vortrag erinnern, indem er vom »Fremdwerden in der eigenen Sprache« (NDW) erzählt, von der Materialästhetik der Verkrampfung (Hamburger Schule), von der unglaublich seltsamen Unmöglichkeit deutscher Popaffirmation (Schlager) und natürlich von der Hässlichkeit des Unverkrampften. Frank Apunkt Schneider ist unfreier Künstler, Autor und selbsternannter Poptheoretiker, Mitherausgeber der Testcard, Redakteur bei Skug, Dozent an der Freien Universität Bamberg und außerdem der deutsche Außenposten der Kulturbewegung monochrom. |
Programmübersicht
Mai
18. Crisis Pop
Juni
05. G Rag Y Los Hermanos Patchekos
Juli
4. Les Trucs + IRQ7
August
04. sub:city September
09. Stereo Total
Oktober
02. Bear Mountain Picnic Massacre (Album Release Show + Party)
November
24. Radio Z wird 25 Jahre - das große Winterfest! |